Jugendreisen liegen voll im Trend
Ohne die Eltern die Welt erkunden ist nicht nur ein Abenteuer: Die Reise vermittelt den Kindern und Jugendlichen auch Selbstständigkeit und soziale Fähigkeiten im Umgang mit anderen.
Die ersten eigenen Reisen unternimmt der Nachwuchs meist zu Verwandten, später kommen Schulfahrten und „Freizeiten“ hinzu, die oft von örtlichen Vereinen wie dem Fußballverein oder den Pfadfindern veranstaltet werden. Für ältere Kinder und Jugendliche gibt es daneben auch zahlreiche kommerzielle Anbieter von Jugendreisen, das Spektrum reicht von Sprachreisen über Reiterferien, Sporturlaube bis hin zu Wander-, Kultur- oder Erholungsfahrten.
Während kleinere Kinder nicht allzu weit wegfahren sollten, damit sie von den Eltern im Notfall auch schnell abgeholt werden können, erweitert sich mit zunehmenden Alter der Radius der Jugendreisen: Spanien, Frankreich, Kroatien oder Italien sind beliebte Urlaubsziele. Jugendliche unter 16 Jahren brauchen im Ausland einen Kinderpass mit Lichtbild, ganz wichtig ist zudem die schriftliche Reisevollmacht der Eltern.
Manchen Eltern wird es sicher nicht leicht fallen, ihre Kinder allein auf Jugendreise gehen zu lassen. Solche eine Reise kann aber ein wichtiger Schritt in Richtung „Abnabelung“, hin zu einem eigenständigen Leben, sein. Trotzdem sollte Einiges beachtet werden, damit auch die Erziehungsberechtigten eine entspannte Zeit haben können. Das Wichtigste sind selbstverständlich geschulte Betreuer, die über pädagogisches Wissen verfügen. Mitreisende Eltern sind da nur eine Unterstützung.
Sinnvoll ist zudem, dass die Mitglieder der Gruppe in etwa alle das gleiche Alter haben, damit sich niemand langweilt oder überfordert wird. Das Verhältnis von Betreuern zu Kindern muss stimmen – um maximal zehn Kinder sollte sich ein Erwachsener kümmern und mindestens ein Betreuer sollte auch rund um die Uhr erreichbar sein. Wichtig sind zudem eine abwechslungsreiche Vollverpflegung sowie ein altersgerechtes Freizeitprogramm, bei dem etwaige zusätzliche Kosten vorab bekannt sind.
Eine gute Orientierung für Eltern ist das vom Reisenetz Deutscher Fachverband für Jugendreisen e.V. vergebene Siegel „Reisenetz geprüfte Qualität“. Der Verein, zu dessen Mitgliedern kommerzielle und gemeinnützige Organisationen aus dem In- und Ausland zählen, hat sich zum Ziel gesetzt, Touristik und Pädagogik zu verbinden.











